Sterne 2020 Platz 1 bis 4

TV Laboe heißt der Gewinner des großen bronzenen Sterns des Sports, der alljährlich von der VR Bank Ostholstein Nord-Plön eG vergeben wird. Der Verein vom Kieler Ostufer setzte sich gegen 15 Mitbewerber durch, die wegen ihrer qualitativ teilweise sehr guten Bewerbungen die sechsköpfige Jury vor eine schwierige Aufgabe stellten. Das Motto des von der Kassenwartin Andrea Erdmann eingereichten Projekts lautet „Nicht wegsehen!“ und bezieht sich auf Gewalt gegen Kinder im Allgemeinen sowie sexualisierte Gewalt im Besonderen. Konkret müssen Übungsleiter*innen und Trainer*innen vor Beginn ihrer Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und werden darin geschult, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern zu erkennen, die auf einen (sexuellen) Missbrauch hindeuten könnten. Nach Auffassung der gesamten Jury ist dies ein Leuchtturmprojekt, das dringend zur Nachahmung empfohlen wird. Die vom KSV Plön entsendeten Mitglieder der Jury, Gerlinde Müller (Beauftragte für Seniorensport) und Sven Thode (Vorsitzender) betonten die Wichtigkeit, die der Kinderschutz im Vereinssport einnehmen muss. „Der Vereinssport“, so Sven Thode, „ist ein Ort, an dem sich Kinder geborgen fühlen und wo sie in Person der Trainerin oder des Trainers eine Person vorfinden, der sie vertrauen und sich ihr auch anvertrauen.“ Daher sei es so wichtig, Trainer*innen zu qualifizieren, im Sinne des Kinderschutzes sozusagen als Ersthelfer aktiv werden zu können. Zusätzlich konnte sich Andrea Erdmann verdientermaßen auch noch über einen Scheck in Höhe von 1500 € freuen.

Eine weitere sehr gute Platzierung erreichte auf Platz 3 der Angelverein Schlesen, dessen Vorsitzender Jürgen Döring sehr anschaulich zeigte, wie auch eine Nischensportart durch aktives öffentliches Auftreten Kinder und Jugendliche begeistern und im Ergebnis die Mitgliederzahl der Jugendgruppe fast verzehnfachen konnte. Außerdem hat man zwei Stegplattformen geschaffen, damit die älteren Mitglieder und auch die jüngsten nicht mehr bzw. noch nicht ins Boot steigen müssen, sondern sicher und bequem mit mehreren Personen vom Steg aus angeln können. Auch Umweltschutzmaßnahmen auf dem Vereinsgelände am Ufer des Dobersdorfer Sees wurden geschaffen. Döring abrundend: „Es macht einfach nur Spaß, dann auch den Erfolg zu sehen.“ Das Engagement des sympathischen Vereins wurde mit einem Preisgeld von 750 € belohnt.

Der Vorjahressieger TV Grebin fand sich mit dem Projekt „Digitaler Sport in Coronazeiten“ am Ende auf einem guten und mit 600€ dotierten 4. Rang wieder, mit dem der Vorsitzende Joachim Burgemeister mehr als zufrieden war.

Corona veränderte auch den in den Vorjahren gewohnten Rahmen. Zur Siegerehrung wurden diesmal nur die ersten sechs Plätze eingeladen und nicht alle Bewerber. Auf den weiteren Rängen fanden sich dann Vereine aus dem Kreis Ostholstein wieder. Der TSV Neustadt hatte gleich zwei Projekte eingereicht, die die Jury auf die Plätze 2 und 5 setzte. Der SV Neukirchen von der Insel Fehmarn wurde Sechster.

Ein Verein war mit dem Glück im Bunde: Den unter allen 16 Sportvereinen ausgelosten Sonderpreis über 250 € erhielt der Tauchclub Preetz.